Blindenführhunde

Treue Helfer und Freunde auf Pfoten — mehr Mobilität und Sicherheit im Alltag

Die Ausbildung

Unsere Blindenführhunde müssen nicht nur gesundheitlich absolut in Ordnung sein, sie werden auch intensiv darauf vorbereitet, viele Aufgaben im Alltag eines blinden Menschen zu erfüllen. Diese Ausbildung dauert ca. 6–8 Monate.

Aufgaben eines Blindenführhundes

Die Hunde werden für folgende Aufgaben trainiert:

  • check_circle Suchen und Anzeigen von Gehsteigen
  • check_circle Erkennen und Umgehen von Boden- und Seitenhindernissen
  • check_circle Erkennen und Überwinden bzw. Anzeigen von Höhenhindernissen
  • check_circle Suchen von Treppen, Lift oder Türen
  • check_circle Suchen von Parkbänken
  • check_circle Suchen von Ausgängen
  • check_circle Nachgehen einer Person auf Befehl
  • check_circle Benützung von Zebrastreifen
  • check_circle Finden von Haltestellen und Verkehrsmitteln
  • check_circle Hilfe beim Einsteigen und Anzeigen des Sitzplatzes im Verkehrsmittel
  • check_circle Nahzielführung (Post, Arzt, Kaufhaus)

Vorteile eines Blindenführhundes

Ein Blindenhund verschafft:

  • check Mehr Mobilität
  • check Höhere Lebensqualität
  • check Erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr
  • check Mehr Selbstständigkeit und größere Unabhängigkeit
  • check Geringeres Risiko bei Hindernissen
  • check Bessere Umweltorientierung
  • check Weniger Stress und Unsicherheit in fremder Umgebung

Sieht der Blindenführhund die rote Ampel?

Dass der Blindenführhund erkennt, ob eine Ampel grün oder rot zeigt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die Orientierung, ob gerade kein Fließverkehr herrscht und damit rot ist, hat natürlich der Führhundhalter durch sein Gehör. Er gibt dann dem Hund das entsprechende Kommando und der Hund führt ihn bis zum Randstein der gegenüberliegenden Seite und signalisiert das Hindernis (Stolpergefahr) durch das Heraufsteigen mit den Vorderpfoten. Dann erhält er das Kommando zum Weitergehen.

Wussten Sie? Es ist der Führhundhalter, der durch sein Gehör erkennt, ob der Verkehr fließt — nicht der Hund, der die Ampelfarbe sieht.